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✨✨✨Weihnacht
von Roland Gronau✨✨✨

Advent – Advent
ein Lichtlein brennt,
erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

Wir kennen alle dies Gedicht
hör’a, wies weiter geht, de G’schicht.

Ein Engel hat in dunkler Nacht
Maria, der Jungfrau die Botschaft `bracht:
„du sollst als treue Magd des Herrn
den Heiland in der Welt gebär’n“

Und sie nimmt an die Gnad und Huld
voller Liebe und Geduld:
„Ja, Herr, wenn’st es Du so magst
soll mir geschehn wie Du es sagst.“

Von Josef, dem Vater, wird gar net viel g’redt,
der lauft grad nebenher so mit.
Aber ist denn des ganz richtig,
ist denn der Vater garnet wichtig?

Hot net er den Weg sie g’führt
jed’s Hindernis für sie aufg’spürt,
und hat sie, wenn sie schwach war, g’stützt
und in der Dunkelheit beschützt?

Nach Bethlehem san sie mit’nand,
denn nur in Liebe, Hand in Hand,
mit Mut und Demut vor dem Herrn
kann uns neues Leben werd’n.

Und weil kein Platz ist in der Welt
vor lauter Leut und Sach und Geld,
so kommt im Stall, in der Natur,
im Stroh und Heu zur Welt – der Bua.

Und in der Kält’n und tiefster Nacht
hat Gott die Verheißung wahr gemacht,
da, wo es ganz einfach ist,
wird geboren Jesus Christ.
– – –

Die Hirten draußen in der Nacht,
die still für ihre Schaf’ ha’m g’wacht,
die ha’m als erst’s die Botschaft g’hört,
was Gott den Menschen hat beschert.

„Fürchtet euch nicht,“ hat der Engel g’sagt,
und „wollt’s net hingehn?“ hat er g’fragt.
Da san’s gleis ganga, dass `s sehn,
was in der Krippen da is g’schehn.

Und a die Schaf, auf die sie g’schaut,
alles, was eahna anvertraut,
des ham’s a zur Kripp’n g’führt,
damit a jed’s des Wunder spürt.

Auch Ochs und Esel g’hörn dazua,
denn grad was widerspenstig is und stur,
des kommt zu der Geburt des Herrn
und will von ihm erlöset werd’n.
– – –

Und in der Nacht der helle Stern
scheint auch den Weisen aus der Fern’
und führt sie her auf langen Wegen,
um alles vor ihm hinzulegen.

Weisheit, Kunst und den Verstand
bringen sie mit offner Hand,
alles was sie erfahren haben
schenken’s ihm als Gaben.

Noch mehr hat ER zum G’schenk uns g’macht,
den Himmel auf die Erden `bracht,
denn jeden Menschen nah und fern
hat ER in Seiner Liebe gern.
– – –

Und wir – wie jed’s Jahr im Advent,
wenn ein Licht nach dem andern brennt,
wenn jeder rennt und macht und tuat,
damit des Fest wird ja recht guat,

wenn’s draußen dunkel ist und kalt,
wenn’s Jahr zu Ende geht schon bald,
dann können wir es wieder sehn –
das Christkind – vor der Türe stehn!

Lass es nicht draußen vor der Tür,
es will geboren werd’n in Dir,
laß’s ein in deines Herzens Kripp’n,
sing im a Lied mit frohen Lippen.

Laß es nicht draußen vor der Tür,
das Licht der Welt will ja zu Dir,
das war nicht nur vor langer Zeit –
– Weihnacht, das ist hier und heut.